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Ab Dienstag weitere Warnstreiks beim GKM in Mannheim

Ab Dienstag weitere Warnstreiks beim GKM in Mannheim

12.04.2021

Ab Dienstag ruft ver.di die Beschäftigten des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde zu Warnstreiks auf. Die Arbeitsniederlegungen beginnen morgen um sechs Uhr und sollen bis Freitag früh fortgesetzt werden. Am Mittwoch findet zwischen zehn und zwölf Uhr auf dem Parkplatz des GKM eine Streikkundgebung in Form eines Autokinos-Streiks statt. Da der Arbeitgeber nicht bereit war, die bestehende Notdienstvereinbarung mit ver.di zu verlängern, wird die Gewerkschaft zu einer außergewöhnlichen Maßnahme greifen und die bewährte Notdienstvereinbarung aus dem letzten Warnstreik einseitig umsetzen und somit die Versorgungssicherheit sicherstellen.

Angelo Bonelli, ver.di Verhandlungsführer: „Wir erhöhen jetzt den Druck, um endlich Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten einen Gehaltsabschluss, der die erheblichen Einschnitte der letzten Jahre berücksichtigt.“

ver.di kritisiert außerdem, dass das GKM die Ausbildung im Kraftwerk einseitig und ohne die Tarifverhandlungen zum Kohleausstieg abgeschlossen zu haben, ab diesem Jahr beendet hat.

„Das sehen wir als Vorgriff zu den Tarifverhandlungen, hier wird versucht bereits vor einer Einigung Fakten zu schaffen“, so Bonelli.

Die Warnstreiks erfahren in der Region eine breite Unterstützung. SPD, die Linke, aber auch Organisationen wie Fridays for Future Mannheim und Mannheim Kohlefrei unterstützen die Streikenden und fordern eine gerechte Behandlung der Kolleginnen und Kollegen im GKM.

Nachdem am 16. und 17. März zum ersten Mal in der 100-jährigen Geschichte des Grosskraftwerks (GKM) in Mannheim Warnstreiks stattgefunden hatten, war am26. März die zweite Verhandlungsrunde. Der Arbeitgeber legt zwar ein Angebot vor, das aber über die gesamte Laufzeit Entgeltsteigerungen von nur 1,5 Prozent pro Jahr vorsieht. Dies hatte die ver.di Tarifkommission abgelehnt.

ver.di fordert unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent und eine Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden um 100 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Beim ersten Warnstreik hatten von den möglichen rund 500 Streikenden etwa 450 Beschäftigte pro Tag die Arbeit niedergelegt.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
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Email: andreas.henke@verdi.de