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Zumeldung Bertelsmann-Studie frühkindliche Bildung – gute Zahlen …

Zumeldung Bertelsmann-Studie frühkindliche Bildung – gute Zahlen auf dem Papier bedeuten nicht zwingend gute Qualität

28.08.2018

ver.di Baden-Württemberg sieht in der guten Fachkraft-Kind-Relation in Baden-Württemberg, die durch die Bertelsmann-Studie über die frühkindliche Bildung bestätigt wurde, zwar ein gutes Zeugnis, in dem aber einige Beurteilungen fehlen. Für die Fachkraft-Kind-Relation werden nicht nur ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher mitgerechnet. Auch die im Land teilweise kürzeren Öffnungszeiten begünstigen die Relation.

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Die hohe Ausbildungsquote im Land, gerade bei den PiAs, verbessert damit unsere Relation auf dem Papier, aber nicht unbedingt in der Realität. In der Realität ist es vielmehr so, dass die PiAs der Kita nicht nur einen Zugewinn bringen, sondern auch Ressourcen bei den Erzieherinnen binden.

Erfreulich ist die Entwicklung bei den Leitungen. ver.di sieht die Verbesserungen bei der Leitungszeit als direktes Ergebnis des Tarifabschlusses von 2015 an, der die Benennung von stellvertretenden Leitungen vorschreibt.

Die Bertelsmann-Studie belegt aber auch dieses Jahr vor allem wieder eines: Kein Bundesland hat die Probleme gelöst.
Binder: „Entweder es mangelt an ausreichend Kita-Plätzen wie bei uns, oder die Qualität der Betreuung ist stark beeinträchtigt durch eine schlechtere Fachkraft-Kind-Relation. Was Eltern brauchen ist aber beides: Zuerst einen Platz für ihr Kind und dann eine gute Qualität in Bildung und Betreuung. Gut, dass Baden-Württemberg dabei am wenigsten Abstriche bei der Qualität macht.“

Pressekontakt

Andreas Henke
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