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ver.di fordert Unterstützung für die gekündigten Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte

03.07.2013

Nach wie vor legt die baden-württembergische Landesregierung ihr Augenmerk auf die Förderung von Konversionsflächen. Die Förderung und Unterstützung der von den Stationierungsstreitkräften gekündigten Zivilbeschäftigten findet bis jetzt nicht statt. Dabei führt Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid selbst aus, dass die Chancen für ältere Verwaltungsangestellte „eher schwierig“ seien.

Die meisten gekündigten Zivilangestellten sind im Alter von 55 Jahren oder höher. Durch Tarifverträge gibt es für viele die Möglichkeit der sozialen Abfederung, aber nur solange Arbeitslosengeld gezahlt wird oder ein sozialversicherungspflichtiger Job ausgeführt wird.

Markus Kling von ver.di Baden-Württemberg: „Und genau hier besteht das Problem: Nach 20 bis 30 Jahren Arbeiten und Weiterbildungen nach amerikanischem Standard sind viele für den deutschen Arbeitsmarkt nicht ausreichend qualifiziert. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Arbeitsagenturen nur bedingt helfen können. Deshalb fordert ver.di schon seit Langem, dass individuelle Fördermaßnahmen während der Kündigungsphase ansetzen müssen.“

Rheinland-Pfalz, so Kling, könnte hier Vorbild sein. Das Nachbarland lässt seinen von Kündigung betroffenen Zivilbeschäftigten diese Hilfe bereits nach Erhalt der Kündigung zukommen. Im Rhein-Neckar-Raum arbeiten rund 25 Prozent Zivilbeschäftigte, die in Rheinland-Pfalz wohnen. Diese erhalten seit letztem Oktober Qualifizierungshilfe durch die rheinland-pfälzische Landesregierung. Den Baden-Württembergern bleibt ein solches Angebot verwehrt. Die Aufwendungen werden laut Landesregierung in Mainz aus dem Landesetat bezahlt.
Die baden-württembergische Landesregierung verweise bei ihrer Untätigkeit auf nicht beantragte Mittel aus dem europäischenSozialfonds (ESF), so Kling.
ver.di fordert die Landesregierung auf, endlich tätig zu werden. Es sind nur noch wenige Monate, bis die Kündigungen für den Großteil der Zivilbeschäftigten im Rhein-Neckar-Raum wirksam werden.

Kontakt: Markus Kling 0175 2924299