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SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und Gewerkschaft ver.di einigen sich auf einen Tarifvertrag Entlastung

14.09.2018

Gemeinsam die Pflege stärken

SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und Gewerkschaft ver.di einigen sich auf einen Tarifvertrag Entlastung. Die Vereinbarung soll zum 1. Oktober in Kraft treten.

Heidelberg, Karlsbad-Langensteinbach, 14. September 2018

 

Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und die Gewerkschaft ver.di haben nach konstruktiven Verhandlungen einen Entlastungstarifvertrag für Pflegekräfte vereinbart. Demnach wird es mehr Personal im Pflegebereich und eine Mindestbesetzung bei Nachtdiensten geben. Zudem soll die Ausbildung in der Pflege gestärkt werden. Das Ziel des Tarifvertrages Entlastung ist, die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern – damit auch weiterhin eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung gesichert werden kann. Dies ist bundesweit der erste Entlastungstarifvertag in einer privaten Klinik (Das Uniklinikum Marburg-Gießen, an dem es inzwischen auch eine Regelung zur Entlastung gibt, ist zwar privatisiert, aber der Rechtsnachfolger eines öffentlichen Universitätsklinikums).

„Dieser Vertrag zeigt unsere Haltung zu Behandlungsqualität sowie Wertschätzung für unsere Mitarbeiter. Wir nehmen unsere wirtschaftliche Verantwortung wahr, um unsere Klinik langfristig als zuverlässigen Partner in der Gesundheitsversorgung und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren“, sagt Jörg Schwarzer, Geschäftsführer am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Der Tarifvertrag sorgt dafür, dass künftig mindestens ein Gesundheits- und Krankenpfleger sowie ein Pflegehelfer die Nachtdienste besetzen. Damit die Fachkräfte ihre Arbeitszeit stärker auf die Patienten konzentrieren können, werden Stationsassistenzen für administrative Aufgaben eingestellt. „Wir freuen uns, dass gemeinsam eine Lösung gefunden wurde, die spürbar, verbindlich und schnell die wertvolle Arbeit der Pflege stärkt“, fügt Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH, hinzu.

„Wir wollen einen Beitrag zu einer spürbaren Entlastung der Pflege im Klinikum leisten. Ebenso wollen wir einen Impuls in die Politik geben, kurzfristig Rahmenvorgaben für eine gesetzliche Personalbemessung und deren Refinanzierung zu entwickeln“, so Sven Bergelin, Verhandlungsführer bei ver.di.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, haben die Tarifpartner vereinbart, die Pflegeausbildung attraktiver zu machen und aufzuwerten. Insbesondere wird der praktische Teil der Ausbildung gestärkt. Zur Vermittlung von theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten ist eine Lernwerkstatt geplant. Die Anzahl der Ausbildungsplätze am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach wird von 100 auf 125 aufgestockt. Angehende Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Medizinisch-technische Operationsassistenten erhalten bereits bei der SRH ein Azubi-Paket mit einem iPad, Fachbüchern und Fachexkursionen. Damit werden sie bestens vorbereitet auf die Zukunft. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung gibt es einen unbefristeten Arbeitsvertrag im Klinikum oder in einem anderen SRH Unternehmen.

Der Abschluss des Tarifvertrages steht noch unter Gremiumsvorbehalt. Als Erklärungsfrist wurde der 26.09.2018 vereinbart.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
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