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Auch am Samstag Warnstreiks bei der Deutschen Post AG in Baden-Württemberg

Auch am Samstag Warnstreiks bei der Deutschen Post AG in Baden-Württemberg

12.09.2020

Nachdem in Baden-Württemberg am Freitag die Warnstreiks unterbrochen wurden, ruft ver.di für den Samstag in Teilen der Brief-/ Verbund und Paketzustellung seit den frühen Morgenstunden erneut zu Warnstreiks auf. Der Schwerpunkt liegt heute auf der Paketzustellung. Betroffen sind folgende Regionen: Freiburg, Efringen-Kirchen, Salem, Bad Wurzach, Herbrechtingen, Aalen, Holzgerlingen, Waiblingen, Mannheim, Tübingen und Singen.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag hatten in Baden-Württemberg rund 800 Beschäftigte an vollschichtigen Warnstreiks teilgenommen. Dabei kam es bereits zu erheblichen Einschränkungen in der Brief- und Paketzustellung in den jeweils betroffenen Regionen.

„Die hohe Streikbeteiligung zeigt: Die Beschäftigten sind nicht bereit, auf ihren gerechten Anteil am erwirtschafteten Erfolg des Unternehmens zu verzichten. Die Post hat von der Pandemie profitiert. Das muss sich auch im Geldbeutel der Beschäftigten widerspiegeln“, so die baden-württembergische Landesfachbereichsleiterin Martina Dukek.

 

Die DP AG konnte nach eigenen Angaben ihren Gewinn im Bereich Post und Paket um knapp 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Bisher wurde durch die Arbeitgeberseite aber der Eindruck vermittelt, die Beschäftigten lediglich mit einer Tariferhöhung von 1,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten abzufertigen.

ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Tarifsteigerung von 5,5 Prozent für zwölf Monate. Die Ausbildungsvergütungen sollen für jedes Ausbildungsjahr monatlich um 90 Euro erhöht werden.

ver.di hatte die Entgelttabellen zum 31. August 2020 gekündigt, damit endete auch die Friedenspflicht. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 21./22. September statt.
Im Land arbeiten bei der Post AG rund 25.000 Tarifbeschäftigte und rund 5.000 Beamtinnen und Beamte. Die Post ist für die Briefzustellung sowie auch für die Paketzustellung zuständig.

 

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
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