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US-Truppenabzug in Baden-Württemberg - rund 700 Zivilbeschäftigte …

US-Truppenabzug in Baden-Württemberg - rund 700 Zivilbeschäftigte und deren Familien sind betroffen

31.07.2020

Der geplante Abzug von Eucom und Africom hat erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigten und deren Familien in Stuttgart und Umgebung. Betroffen sind auch rund 700 zivil-beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der US-Gaststreitkräfte. ver.di Baden-Württemberg fordert die Landesregierung und die betroffenen Kommunen auf, die von Kündigungen bedrohten Beschäftigten zu unterstützen und begrüßt grundsätzlich die Initiative der Verteidigungsministerin.

"Wir machen uns große Sorgen um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen”, sagt Wolfgang Mechler, Vorsitzender der ver.di Landesfachgruppe und Vertrauensmann bei den Stationierungskräften: „Die Nachricht über den Truppenabzug hat zu großen Zukunftsängsten unserer Beschäftigten geführt."

Martin Gross ver.di Landesbezirksleiter: “Wir fordern die Politik in Baden-Württemberg auf, die Beschäftigten bei der Sicherung ihrer Arbeitsplätze zu unterstützen. Die Landesregierung sollte umgehend, gemeinsam mit Bundes- und Landtagsabgeordneten aus der Region, den Bürgermeistern aus den angrenzenden Gemeinden, den betroffenen Betriebsvertretungen und der Gewerkschaft ver.di ein Konzept entwickeln, um den Beschäftigten zukunftsfähige Alternativen anzubieten.“

Zu so einem Konzept, so ver.di, gehöre sowohl Unterstützung für die von Kaufkraftverlust betroffenen Kommunen, als auch die Einrichtung einer Transfergesellschaft für von Kündigung bedrohte Beschäftigte mit einer Dauer von mindestens einem Jahr.
Zu den Zivilbeschäftigten gehören unter anderem Fahrerinnen und Fahrer, Reinigungskräfte oder Beschäftigte in der Verwaltung und Küchen sowie auch handwerkliche Berufe, Verkäufer*innen und Ingenieur*innen.

Jan Bleckert von ver.di Stuttgart: "Auch die über 100 Beschäftigten der militärischen Bewachung an den Stuttgarter Kasernen sehen in eine ungewisse Zukunft. Bislang hat ihr Arbeitgeber keine Informationen, wie es mit den Beschäftigungsverhältnissen im Raum Stuttgart weitergehen wird."

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
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