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Zumeldung zum Dieselstreik der Omnibus-Arbeitgeber

Zumeldung zum Dieselstreik der Omnibus-Arbeitgeber

11.05.2022

ver.di Baden-Württemberg zum heutigen Protest des WBO, der von zehn bis zwölf Uhr seine Mitgliedsunternehmen aufgefordert hat, den Busverkehr einzustellen, um auf die Belastung durch die zusätzlichen Kosten insbesondere durch die gestiegenen Diesel-Preise hinzuweisen.

Jan Bleckert, ver.di Baden-Württemberg: „Als wir letztes Jahr für bessere Arbeitsbedingungen gegen den Fachkräftemangel gestreikt hatten, war der WBO lange hartleibig. Und der WBO lehnt bisher ab, gemeinsam mit uns für eine bessere finanzielle Ausstattung des ÖPNV bei der Politik zu streiten. Jetzt greifen sie selbst zum gewerkschaftlichen Kampfmittel. Wenn jeder nur für sich allein kämpft, wird es nichts mit dem ÖPNV der Zukunft. Wir sind weiter bereit, gemeinsam für einen zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr zu kämpfen. Dazu gehört aber nicht nur billigerer Diesel für die Tanks, sondern auch gute Arbeitsbedingungen. Die Menschen müssen es sich bei den dramatisch steigenden Lebenshaltungskosten weiterhin leisten können, als Busfahrerinnen und Fahrer zu arbeiten.“

ver.di weist daraufhin, dass der heutige Protest der Unternehmen kein durch das Grundgesetz gedeckter Arbeitskampf ist.
Allerdings fahren in den meisten Überlandbetrieben zwischen zehn und zwölf Uhr sehr wenige Busse. Dies hatte im vergangenen Jahr aufgrund der langen unbezahlten Standzeiten zum Konflikt zwischen ver.di und WBO geführt, in dem es zu zahlreichen „echten Streiktagen“ kam.
ver.di erwartet, dass die Fahrer*innen heute durchgängig bezahlt werden.

 

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
tHeo.1 / Theodor-Heuss-Straße 2 / 70174 Stuttgart
Email: andreas.henke@verdi.de