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Zumeldung: Landesrechnungshof Denkschrift 2018

Zumeldung: Landesrechnungshof Denkschrift 2018

16.07.2018

Der Landesrechnungshof fordert in seiner Denkschrift 2018: „Nicht am Personal sparen, sondern Personal sparen.“ Dies dürfe, so der Rechnungshof weiter, aber nicht bloß durch Arbeitsverdichtung realisiert werden, es müsse auch geprüft werden, ob Aufgaben nötig sind.

Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Für den Rechnungshof ist das Personal offensichtlich ein Kostenfaktor und sonst nichts. Dabei sind die Beschäftigten des Landes und ihre gute tägliche Arbeit ein wesentlicher Standortfaktor. Wer weiter Stellen streichen will, soll bitte auch erklären, worauf sich Bürgerinnen und Bürger dann einstellen müssen: Noch mehr Unterrichtsausfall, weniger Sicherheit, weniger Gerechtigkeit im Steuervollzug, schlechtere Pflege an den Landeskliniken, um nur ein paar Beispiele zu nennen.“

ver.di sieht keinen Handlungsbedarf zu Aktivismus beim Personalabbau. für die Landesregierung. Ein großer Brocken wird ohnehin bald wegfallen, wenn die Straßenbauverwaltung zum Bund verlagert wird.

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Zur Lösung des Investitionsstaus in nahezu allen Bereichen brauchen wir dringend qualifiziertes eigenes Fachpersonal. Dem Land fehlen Ingenieure genauso wie Pflegekräfte oder Beschäftigte für die Verwaltung. Das Signal, das der Rechnungshof heute aussendet, ist verheerend. Mit so einer Strategie wird das Land den Wettbewerb um die besten Köpfe nicht gewinnen können.“

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
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