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Tarifrunde Einzelhandel Baden-Württemberg - Warnstreiks am Verhandlungstag

Tarifrunde Einzelhandel Baden-Württemberg - Warnstreiks am Verhandlungstag

08.07.2019

Begleitend zur vierten Verhandlungsrunde streiken heute rund 250 Beschäftigte in Stuttgart mit Umgebung, Konstanz, Radolfzell, Singen und Freiburg. Betroffen sind die Unternehmen Galeria Kaufhof, Kaufland, Ikea, H&M, COS, Esprit, Primark, und OBI.

In Stuttgart findet ein Protestzug Streikender durch die Innenstadt mit anschließender Kundgebung statt; ver.di erwartet hier rund 150 Streikende. Der Protestzug startet um 9 Uhr 45 am DGB-Haus, um 10 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Schlossplatz.

Mit ihren Aktionen wollen die Streikenden ein Signal an den Verhandlungstisch senden. Die Tarifgespräche beginnen heute in Stuttgart-Weilimdorf ab ca. 11 Uhr 30.

Bundesweit gibt es bisher drei Tarifabschlüsse: In Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin-Brandenburg. Dort wurden Tariferhöhungen im ersten Jahr um 3,0 % und im zweiten Jahr um 1,8 % vereinbart.

 

ver.di fordert für die rund 490.000 Einzelhandelsbeschäftigten im Land
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 %, mindestens 163 €
- Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 €
- Tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 €
- Vereinbarung einer Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder in Höhe von einem Prozent des individuellen jährlichen Bruttoentgeltes
- Laufzeit: 12 Monate
- Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit

Die Arbeitgeber boten zuletzt bei einer Laufzeit von 24 Monaten folgende Erhöhungen an:
- 1,7 % für das Jahr 2019
- weitere 1,2 % für das Jahr 2020
- entsprechende Anhebungen für Auszubildende

Pressekontakt

Wolfgang Krüger
Fachbereich Handel
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1, 70174 Stuttgart
701734 Stuttgart
Tel.: 0711/88788-1221
Email: wolfgang.krueger@verdi.de