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Rexer Insolvenz - ver.di fordert Stadt Esslingen auf, ÖPNV zu …

Rexer Insolvenz - ver.di fordert Stadt Esslingen auf, ÖPNV zu hundert Prozent selbst zu betreiben

12.07.2019

Aufgrund der Insolvenz des Busunternehmens Rexer, das in Esslingen rund ein Drittel des öffentlichen Stadtverkehrs betreibt, hat ver.di Baden-Württemberg die Stadt aufgefordert, den Nahverkehr nun zu hundert Prozent in kommunaler Hand über den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) zu betreiben.

Andreas Schackert, ver.di Landesfachbereichsleiter: „Die Vergabe an die Firma Rexer beweist einmal mehr: der billigste Anbieter ist nicht der beste. Nie für die Beschäftigten, aber eben auch nicht für die Bürgerinnen und Bürger, die auf einen guten und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.“

Bis heute ist nicht klar, ob Rexer Mitbewerber bei der Vergabe nur deshalb unterbieten konnte, weil nicht alle verbindlichen Tarifverträge für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg für die Fahrerinnen und Fahrer angewendet wurden. Diese Anwendung ist aufgrund des Tariftreuegesetzes zwingend. Betroffen von der Insolvenz sind bei Rexer über 300 Beschäftigte in ganz Baden-Württemberg.

Schackert: „Durch die Insolvenz ist die Chance für einen Neuanfang da. Esslingen kann die Fahrerinnen und Fahrer bei der SVE übernehmen und mit Ihnen einen umweltfreundlichen und guten öffentlichen Nahverkehr auf allen städtischen Linien anbieten.“

ver.di steht zur Begleitung des Prozesses jederzeit zur Verfügung.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
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