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ver.di erreicht Lohnerhöhungen im Gesamtvolumen von 7,7 Prozent bei den Kliniken Schmieder - Beschäftigte erhalten ab 1. April die gleichen Monatslöhne wie im öffentlichen Dienst

13.05.2019

ver.di hat heute die Eckpunkte der Einigung vom vergangenen Freitag zur Lohnrunde 2019 mit den Klinken Schmieder festgeschrieben. Für die über 2.000 Beschäftigten an den sechs Reha-Klinik-Standorten in Baden-Württemberg gelten damit ab 1. April 2019 dieselben Monatslöhne wie in den Krankenhäusern im kommunalen öffentlichen Dienst.

„Damit konnten wir endlich in einer privaten Reha-Klinik eine Bezahlung wie im öffentlichen Dienst erreichen. Das haben die Kolleginnen und Kollegen verdient. Ihre Arbeit ist schließlich genauso viel wert“, resümiert Silke Hansen, ver.di-Verhandlungsführerin.

Die deutliche Lohnerhöhung entspricht einem Gesamtvolumen von 7,7 Prozent. ver.di hatte acht Prozent gefordert.
Die Einigung sieht vor, dass rückwirkend ab 1. April 2019 für die Beschäftigten die gleichen Monatslöhne wie im kommunalen öffentlichen Dienst gelten. Ab 1. März 2020 erhalten die nichtärztlichen Beschäftigten zum gleichen Zeitpunkt wie im TVöD-VKA eine weitere Tarifsteigerung von durchschnittlich 1,09 Prozent. Ab 1. September 2020 gibt es weitere zwei Prozent Tarifsteigerung. Die Laufzeit endet zum 31. März 2021 (Hintergrund: der TVöD Abschluss gilt bis 31. August 2020).

Über 100 Beschäftigte der Seestandorte hatten dem Arbeitgeber am vergangenen Freitag vor den Verhandlungen deutlich gezeigt, ein gutes Angebot zu erwarten.
Ein Foto der Aktion zur freien Verwendung finden Sie hier:
https://bawue.verdi.de/++file++5cd95ab9dda4fb731e2d388f/download/KS_Entgeld_Auftakt_Allensbach_gruene_Karten_Aktion.jpg

ver.di hat den Arbeitgeber nun aufgefordert, es nicht bei diesem ersten guten Signal zu belassen, sondern am bereits vereinbarten Verhandlungstermin am 14. Mai die EGO-Verhandlung fortzusetzen. Dazu trafen sich heute die Therapeutinnen und Therapeuten vor der Klinik in Gerlingen. Sie erwarten, dass die Lücke zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes genauso wie bei der Entgeltordnung geschlossen wird.

„Mit dem Lohnabschluss setzen ver.di und die Kliniken Schmieder für Reha-Kliniken durchaus Maßstäbe, das brauchen wir jetzt auch für die Entgeltordnung,“ so Hansen weiter.
Die Tarifgespräche sind festgefahren, wo es um die Eingruppierung der Therapien und der Pflege geht. Bei anderen Tätigkeiten stimmen ver.di und Arbeitgeber überein. Die Entgeltordnung regelt, welchen Monatslohn Beschäftigte mit einer bestimmten Qualifikation, Erfahrung und Tätigkeit bekommen. Im TVöD gilt beispielsweise die Ergo-oder Physiotherapie als schwierige Tätigkeit und wird entsprechend höher bezahlt.

ver.di und die Kliniken Schmieder schließen seit 2007 Haustarifverträge ab.

Bei den Kliniken Schmieder arbeiten an sechs Standorten (Bodensee: Allensbach, Konstanz, Gailingen am Hochrhein sowie Stuttgart, Gerlingen und Heidelberg) rund 2.000 Beschäftigte. Insgesamt stehen 1.250 Betten für rund 14.000 stationäre Patient*innen pro Jahr zur Verfügung.
Nach dem heutigen Verhandlungsauftakt in Allensbach gibt es bereits einen zweiten Verhandlungstermin am 14. Mai in Stuttgart im DGB-Haus.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1, 70174 Stuttgart
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Tel.: 0711/88788-2390
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