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Heute über 600 beim ersten Warnstreiktag bei den Versicherungen …

Heute über 600 beim ersten Warnstreiktag bei den Versicherungen in Stuttgart – morgen Arbeitsniederlegungen in Karlsruhe

18.11.2019

Nachdem die Arbeitgeber der Versicherungswirtschaft in der zweiten Verhandlungsrunde am 30. Oktober lediglich Gehaltssteigerungen deutlich unterhalb der Inflationsrate bei einer Laufzeit von fast drei Jahren angeboten haben, hat ver.di heute im Rahmen bundesweiter Warnstreikmaßnahmen in Stuttgart zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Über 600 Beschäftigte der Stuttgarter Versicherungen, unter anderem der Württembergischen Versicherung, der Allianz, von R+V und der Vereinigten Postversicherung, sind heute ganztägig im Warnstreik. Die Streikenden zogen in zwei Demonstrationszügen durch die Innenstadt zum Gewerkschaftshaus, wo sie sich zur Stunde versammeln.

Frank Hawel, ver.di Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen forderte bei der Kundgebung: „Durch immer höhere Arbeitsverdichtung müssen die Beschäftigten der Versicherungen täglich für den massiven Personalabbau der letzten Jahrzehnte auch mit ihrer Gesundheit bezahlen. Es ist höchste Zeit für Entlastung durch eine Option auf zusätzliche freie Tage. Es ist nicht die Zeit für Reallohnverlust.“

Am Dienstag legen Kolleginnen und Kollegen der Allianz und der Württembergischen Versicherung in Karlsruhe ihre Arbeit nieder. ver.di rechnet auch dort mit mehreren hundert Streikenden. Am Versicherungsstandort Mannheim soll in der darauffolgenden Woche gestreikt werden.


Ablauf Karlsruhe am Dienstag:
9:00 Uhr Demonstrationszug Friedrich-Scholl-Platz zum Bürgerzentrum Südstadt (Henriette-Obermüller-Straße);
ca. 9:30 Uhr zentrale Streikkundgebung im Bürgerzentrum Südstadt.

Die Arbeitgeber hatten am 30. Oktober nach fünf Nullmonaten in drei Schritten 1,7 Prozent, 1,2 Prozent und 1,1 Prozent bei einer Laufzeit von 34 Monaten angeboten. Umgerechnet auf die Laufzeit bedeutet dieses Angebot eine Erhöhung von durchschnittlich 1,18 Prozent pro Jahr für die Beschäftigten.


ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem will ver.di eine neue Wahlmöglichkeit der Beschäftigten bei der Arbeitszeit durchsetzen.
Sie sollen künftig Tariferhöhungen in zusätzliche freie Tage umwandeln können. Daneben stehen in dieser Tarifrunde für ver.di die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und ein Rückkehrrecht auf Vollzeit für die heute tätigen Teilzeitbeschäftigten, die nicht unter die neue Brückenteilzeit fallen, auf der Agenda.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 29.11.2019 in München statt.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
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