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ver.di fordert die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes zeitnah zu regeln

11.07.2019

Auf Einladung von ver.di haben heute in Stuttgart über 50 Betriebs- und Personalräte sowie Mitglieder von Mitarbeitervertretungen aus der Altenpflege an einem Fachtag zur Reform der Pflegeausbildung teilgenommen.

Ab dem Jahr 2020 starten die neuen Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz auch in Baden-Württemberg. Mit der Neugestaltung der Pflegeberufe solle die Ausbildung vielfältiger und damit attraktiver werden, um mehr Auszubildende für die Pflege zu gewinnen. Damit leiste das Pflegeberufegesetz einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels, so das für die Umsetzung zuständige Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.
Auf der Tagung wurde deutlich, dass der bisherige Umsetzungsstand in Baden-Württemberg weit hinter den Erwartungen zurückliegt. Daher fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung die Landesregierung auf, die konkrete Ausgestaltung für die Umsetzung zu regeln, damit die betriebliche Ausgestaltung der neuen Pflegeausbildungen zeitnah vorangebracht werden kann.

Betriebliche Interessenvertretungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Ausbildungsqualität.

„Es sei daher wichtig, dass die betriebliche Mitbestimmung durch das Pflegeberufegesetz sichergestellt sei“, so Kathrin Biro, zuständig für Berufspolitik und Jugend, ver.di Baden-Württemberg. Dies müsse auch bei der weiteren Ausgestaltung der Ausbildungen in Baden-Württemberg, beispielsweise der Kooperationsverträge, beachtet werden.

„Wenn wir die Pflegebranche attraktiver gestalten wollen, wofür sich die Politik im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege ja auch ausgesprochen hat, dann brauchen wir sowohl unbürokratische Verfahren für den Betriebs- und Ausbildungsalltag als auch gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen“, so Yvonne Baumann, ver.di Baden-Württemberg. Gerade in den kleineren Pflegeeinrichtungen stehen Geschäftsführungen als auch Interessenvertretungen vor dem Problem der zunehmenden Dokumentation, was erheblichen Zeitaufwand bedeutet und dies bei aktuellem Personalmangel.

„Wenn sich die praktische Ausgestaltung in Baden-Württemberg so lang hinzieht, dann besteht ein erhöhter Zeitdruck für die Betriebsparteien für die betriebliche Umsetzung“, so Yvonne Baumann.

In dem neuen Pflegeberufegesetz geht es um die Weiterentwicklung der Pflegeausbildungen/-berufe, die bisher in separaten Ausbildungsgängen ausgebildet wurden: die Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege. Ziel ist es, diese Ausbildungen zusammenzuführen hin zu einer einzigen, ebenfalls dreijährigen Ausbildung.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
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