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Darf es etwas mehr sein?

Aktionswoche

Darf es etwas mehr sein?

Urlaub wächst nicht auf Bäumen ver.di Urlaub wächst nicht auf Bäumen

Am Montag (24. Juni 2019) startet die bundesweite Aktionswoche der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unter dem Motto: „Darf es etwas mehr sein?“ In mehr als 800 Betrieben werden Gewerkschaftsmitglieder mit ihren Kolleginnen und Kollegen diskutieren, warum Urlaubsansprüche zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen und was der Wert der Tarifbindung ist.

In einer von ver.di im Vorfeld der Aktionswoche in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung gaben 86 Prozent der Beschäftigten an, sie würden sich in ihrem Betrieb für eine Tarifbindung bis hin zum Streik engagieren. 68 Prozent würden sich dafür auch in einem Betriebsrat engagieren wollen. Und 66 Prozent der Beschäftigten gaben an, sie würden für eine Tarifbindung ihres Betriebes in die Gewerkschaft eintreten. „Das zeigt deutlich: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erkennen den Wert von Gewerkschaften und Tarifbindung und wollen nicht länger hinnehmen, dass Unternehmen Profite auf Kosten ihrer Löhne machen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Große Zustimmung findet auch die Forderung nach allgemeinverbindlichen Tarifverträgen: 94 Prozent der Befragten über alle Beschäftigten- und Altersgruppen in Ost und West hinweg finden, dass eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen für bestimmte Branchen, wie zum Beispiel die Altenpflege, sinnvoll ist.

Damit können wir alle einpacken ver.di Damit können wir alle einpacken

Die Beschäftigten haben auch hohe Ansprüche an ihre Arbeitgeber: 95 Prozent erwarten von ihnen, dass sie tarifvertragliche Regelungen mit dem Ziel guter Arbeitsbedingungen unterstützen, zu dem auch der Urlaub gezählt wird. Allerdings liegt da einiges im Argen: So können nur 63 Prozent der Befragten ihren Urlaub ganz ohne betriebliche Störung genießen. 21 Prozent wurden mindestens einmal im Urlaub für dienstliche Aufgaben gestört. 15 Prozent sogar zweimal und häufiger. Und 25 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihren Urlaub nicht wie geplant antreten konnten oder ihn abbrechen mussten. Auch beim Urlaubsgeldanspruch klaffen Lücken. So erhalten nach Angaben der Befragten 59 Prozent der Beschäftigten in einem tarifgebundenen Unternehmen Urlaubsgeld, dagegen nur 35 Prozent in nicht tarifgebundenen Betrieben.

„Tarifverträge bringen es. Nicht nur beim Lohn. Sondern auch beim Urlaub. Dafür lohnt es sich zu kämpfen“, so fasst Bsirske die Botschaft der Umfrage zur Aktionswoche zusammen. Auch der ver.di-Vorsitzende wird sich ab Montag aktiv an den betrieblichen Aktionen beteiligen.