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Auch heute wieder Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Auch heute wieder Warnstreiks im öffentlichen Dienst

22.03.2018

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst wurden heute am vierten Tag in Folge überwiegend ganztägig fortgesetzt. Schwerpunkte sind der gesamte öffentliche Dienst im Raum Ludwigsburg, in Göppingen mit Geislingen und Eislingen, im Ostalbkreis und Aalen. Außerdem in Stuttgart unter anderem die Schulverwaltung und damit die Ganztagsbetreuung. Morgen folgt der letzte Tag der Streikwoche, insbesondere in Karlsruhe wird dann der ganze öffentliche Dienst bestreikt. Wie angekündigt wird es auch in den Ferien einzelne gezielte Aktionen geben.

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Wenn gute Argumente ausreichen würden, um sich mit den Arbeitgebern auf eine angemessene Lohnerhöhung zu einigen, müssten wir nicht von unserm Streikrecht Gebrauch machen. Wir bitten daher die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, wenn sie die Leistungen des öffentlichen Dienstes vorübergehend nur eingeschränkt in Anspruch nehmen können.“

Weitere Warnstreiks und Aktionen in Baden-Württemberg nach ver.di Bezirken am Freitag:


Bezirk Stuttgart
Freitag, 23. März 2018
Warnstreik in Stuttgart von 6:30 bis 10:00 Uhr in den Kitas in Feuerbach, Weilimdorf und Zuffenhausen

Bezirk Ostwürttemberg-Ulm
Freitag, 23. März 2018
Warnstreik im Ostalbkreis und Schwäbisch Gmünd. Kundgebung in Schwäbisch Gmünd um 13 Uhr vor dem Stauferklinikum.
In Ulm streiken die Bürgerdienste der Stadtverwaltung, unter anderem die Parkraumüberwachung.


Bezirk Mittelbaden-Nordschwarzwald
Freitag, 23. März 2018: Ganztägiger Warnstreik in Karlsruhe, unter anderem Stadtwerke Karlsruhe, Amt für Abfallwirtschaft, Klinikum Karlsruhe, Agentur für Arbeit, DRV BW, KIT, Bundesanstalt für Wasserbau, Zoll, Stadt Karlsruhe mit Kitas und Verkehrsbetriebe Karlsruhe.
Kundgebung in Karlsruhe.


ver.di fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

Die nächste Verhandlungsrunde wurde für den 15. und 16. April 2018 in Potsdam vereinbart.

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1, 70174 Stuttgart
701734 Stuttgart
Tel.: 0711/88788-2390
Email: andreas.henke@verdi.de