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Klinikbeschäftigte machen weiter Druck – am Dienstag nehmen die …

Klinikbeschäftigte machen weiter Druck – am Dienstag nehmen die Beschäftigten ihre Pausen – Kundgebung in Tübingen

15.09.2017

Am kommenden Dienstag werden Beschäftigte in den baden-württembergischen Kliniken ihre Proteste gegen den Personalmangel weiter verschärfen und damit ihre Forderung nach Entlastung und mehr Personal bekräftigen.
Nach dem Händedesinfektionstag am 12. September werden die Beschäftigten nun ihre gesetzlich vorgeschriebenen Pausen korrekt einhalten. Insbesondere in der Pflege fällt die Pause in der Regel dem Arbeitsdruck zum Opfer. Auch dies schadet auf Dauer der Gesundheit. Nicht umsonst hat der Gesetzgeber nach sechs Stunden Arbeit eine 30minütige Pause zur Erholung vorgeschrieben, während der man nicht verfügbar sein muss und den Arbeitsplatz verlassen kann.
„Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden“, steht im Arbeitszeigesetz. Gegen dieses Gesetz wird jeden Tag in deutschen Krankenhäusern unzählige Male verstoßen.

ver.di hat die Arbeitgeber informiert und aufgefordert, ausreichend zusätzliches Personal bereit zu halten. Sollte dies nicht passieren, rechnet ver.di wie bereits beim Händedesinfektionstag mit einer baldigen Gefährdung der Patientenversorgung. In diesem Fall wird auch diese Aktion, die wieder bundesweit durchgeführt wird, abgebrochen.

Irene Gölz, ver.di Landesfachbereichsleiterin: „Wir lassen nicht mehr locker, der Druck muss weg von den Beschäftigten und hin zu den Verantwortlichen. Wenn der Laden zusammenzubrechen droht, nur, weil Kolleginnen und Kollegen ihre Pause machen, wird dies wiederum deutlich machen, dass die Personaldecke eindeutig zu dünn ist.“

An der Uniklinik in Tübingen findet die Pause öffentlich statt mit Demo und Kundgebung:
11:00 Uhr Gemeinsamer Start für Beschäftigte des Bergklinikums am Personalcasino Berg. 11:30 Uhr gemeinsamer Start für Beschäftigte des Talklinikums im Hof Frauenklinik. 11:45 Uhr Kundgebung auf dem Holzmarkt. Es sprechen: Irene Gölz, ver.di Landesfachbereichsleiterin Gesundheit, Angela Hauser, Personalratsvorsitzende Uniklinikum Tübingen sowie Vertreter/innen weiterer Krankenhäuser aus der Region.

Auch durch diese Aktion soll die durch die Personalnot fehlende Zeit sichtbar gemacht werden. Im Klinikalltag verzichten die Beschäftigten seit Jahren auf Pausen und müssen selbst Prioritäten setzen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten irgendwie aufrecht zu erhalten. Die Situation ist aber in allen Krankenhäusern vergleichbar.

Pressekontakt: Irene Gölz, 0151 11806284

Pressekontakt

Andreas Henke
Pressestelle
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