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Ab 2018 Zeitwertkonten bei der RNV – beispielhafte Regelung für …

Ab 2018 Zeitwertkonten bei der RNV – beispielhafte Regelung für den ÖPNV

29.12.2017

Ab dem kommenden Montag gilt der Tarifvertrag zu Zeitwertkonten bei der Rhein-Neckar-Verkehrs GmbH (RNV), den gemeinsamen Verkehrsbetrieben in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Damit ist ver.di eine für die öffentliche Verkehrsbranche beispielhafte Regelung für Langzeitkonten gelungen. Die Einigung kam nach fast zwölf Monaten Verhandlungen unmittelbar vor Weihnachten zu Stande. Zeitwertkonten und das bereits vor einem Jahr erfolgreich gestartete Demographiemodell sind Ausfluss der Schlichtung in der Entgeltrunde 2015 bei der RNV.

Andreas Schackert, ver.di Verhandlungsführer: „Der neue Tarifvertrag gibt den Beschäftigten, vor allem den Fahrerinnen und Fahrern, ein erhebliches Mehr an Verlässlichkeit in die Hand. Sie können Freistellungen aus angesparter Mehrarbeit erstmals sicher und langfristig planen. Alle Fallstricke eines Wertverlustes konnten wir ausschließen. Damit ist die längste Tarifrunde bei den RNV nun beendet.“

Die Tarifeinigung, die ab 1. Januar gilt und im Laufe des Jahres 2018 volle Wirkung entfaltet, sieht vor, dass Beschäftigte sowohl Entgelt als auch einen Teil ihrer Arbeitszeit in Geldwerten ansparen können. Der Arbeitgeber unterstützt dies jedes Jahr mit 0,4 Prozent der Gesamtgehaltssumme. Ansparungen werden mit zukünftigen Gehaltssteigerungen dynamisiert. Weil während der Freistellung Urlaub und Sonderzahlungen entfallen, zahlt der Arbeitgeber für jede Überstunde im Zeitwertkonto einen zusätzlichen Zuschuß.
Beschäftigte, die auf das Zeitwertkonto verzichten, erhalten ihren Anteil an den 0,4 Prozent in Geld oder als zusätzlichen freien Tag.

Damit ist ver.di in dieser hochbelasteten Branche mit Überstunden in erheblichem Umfang die Tarifierung eines Modells gelungen, bei dem auch Beschäftigten mit Gehältern von in der Regel unter 3.000 Euro ein Ansparen von Zeit ermöglicht wird. Diese Zeit kann für Phasen der Pflege, für Kindererziehung oder auch Sabbatjahre verwendet werden.

Kontakt: Andreas Schackert 0160 98129455

Pressekontakt

Andreas Henke
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