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Zweiter großer Warnstreiktag im öffentlichen Dienst mit über …

Zweiter großer Warnstreiktag im öffentlichen Dienst mit über 7.000 Streikenden – Frank Bsirske in Mannheim

11.04.2018

Heute liegen die Schwerpunkte der ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst in den Regionen Mannheim, Heilbronn, Reutlingen und Tübingen sowie in Oberschwaben. Auch am zweiten Tag in der dritten Warnstreikwelle im Land wurden die Erwartungen der Gewerkschaft weit übertroffen, insgesamt über 7.000 Beschäftigte haben heute ihre Arbeit niedergelegt. Der kommunale Nahverkehr wird seit dem frühen Morgen in Mannheim, Ulm und Heilbronn bis Dienstende bestreikt. Außerdem sind auch heute wieder hunderte Kindertagesstätten sowie Kliniken und die gesamte öffentliche Verwaltung betroffen. Auch Schwimmbäder bleiben zu und Theater werden bestreikt.
Zur Kundgebung in Mannheim am Vormittag kam der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske und sagte vor 3.000 Streikenden am Mannheimer Paradeplatz: „Wir sind grundsätzlich bereit zusammen mit den Arbeitgebern den öffentlichen Dienst auch in den oberen Einkommensgruppen attraktiver zu machen. Aber nur, wenn es in den unteren und mittleren Gruppen einen deutlichen Sprung nach oben gibt. Das wird nur mit einem Mindestbetrag gelingen. Bisher zweimal kein Angebot, zweimal die Null, so kommen wir in Potsdam nicht zusammen.“

Auch in Heilbronn fand am Mittag eine große Kundgebung statt. Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter, sagte dort vor 1.500 Beschäftigten: „Dass man von den Gehältern in den unteren und auch mittleren Einkommensgruppen die Mieten in der Stadt, für die man oder frau arbeitet, nicht mehr bezahlen kann, müssen wir ändern. Die Mieten werden wir nicht senken können, darum müssen die Gehälter jetzt ordentlich rauf.“

An der dritten größeren Kundgebung in Reutlingen nahmen auch rund 2.000 Streikende teil, in Friedrichshafen versammelten sich 500 Beschäftigte.

Am morgigen Donnerstag findet der letzte große Streiktag im Land statt, Schwerpunkt sind dann die Region Stuttgart und die Region Ulm.

Pressekontakt

Andreas Henke
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