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Einladung: Postbote mit sechs Jahren Berufsverbot wird pensioniert …

Einladung: Postbote mit sechs Jahren Berufsverbot wird pensioniert – politische Verabschiedung in Freiburg am 11. Mai

04.05.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Montag ist sein letzter Arbeitstag bei der Deutschen Post, Niederlassung Brief Freiburg. An diesem Tag erfolgt auch die offizielle, nichtöffentliche Verabschiedung von Werner Siebler. Damit enden 41 Jahre im Postdienst. Ohne die sechs Jahre Berufsverbot aufgrund des undemokratischen Radikalenerlasses könnten es 47 Jahre sein, und damit mehr als 500 Euro höhere monatliche Pension.

Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Bis heute gibt es in Baden-Württemberg keine Entschuldigungen und keinerlei Entschädigungen. Wir fordern von der Landesregierung, dass sie endlich den Weg frei macht für eine Aufarbeitung des geschehenen Unrechts. Was in Niedersachsen geht, muss auch in Baden-Württemberg möglich sein.“

Auch deshalb wird es am Freitag, dem 11.Mai 2018 um 19 Uhr in der Freiburger Wodanhalle eine politische Verabschiedung geben:
Unter dem Titel „Werner Siebler geht – das Unrecht bleibt“ feiern der DGB-Stadtverband Freiburg, der ver.di Ortsverein Freiburg und der ver.di Bezirk Südbaden gemeinsam mit der „Initiative 40 Jahre Radikalenerlass“ sein Arbeitsende.
Auf dem Fest wird es aktuelle Informationen zu den Auswirkungen der Berufsverbote der 1970er- und 1980er-Jahre sowie zum aktuellen Stand der Aufarbeitung der demokratiefeindlichen Politik der Berufsverbote geben, eine Politik, die auch international heftig kritisiert wurde.

Für den DGB Baden-Württemberg spricht der Vorsitzende Martin Kunzmann; von ver.di Reiner Geis, Geschäftsführer in Südbaden.
Darüber wird Klaus Lipps für die Baden-Württembergische „Initiative 40 Jahre Radikalenerlass“ sprechen.
Die Mannheimer Musikgruppe „EWO2“ entwickelte speziell für diesen Abend ein Programm unter dem Titel „Demokratische Lieder aus Baden von 1848 bis heute“.

Mit freudlichen Grüßen

Andreas Henke

Pressekontakt

Andreas Henke
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