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Wirschaftspolitik aktuell (15/2017)

 
Auf soziale und öffentliche Dienstleistungen sind wir alle angewiesen: Kitas und Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime, öffentlicher Verkehr und Verwaltung, Kultureinrichtungen sowie Wasser- und Energieversorger sind unverzichtbar – für ein gutes Leben, für gerechte Teilhabe und für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

In den letzten Jahrzehnten wurden in der Daseinsvorsorge aber viele Arbeitsplätze abgebaut. Im öffentlichen Dienst ging die Zahl der Vollzeitjobs zwischen 2002 und 2015 um fast fünf Prozent zurück. 2014 war nur noch jeder sechste Beschäftigte im öffentlichen Dienst oder in öffentlichen Unternehmen tätig. Zum Vergleich: In Schweden war es jeder dritte Beschäftigte, in Großbritannien jeder Vierte und in Frankreich jeder Fünfte.

Zur Bundestagswahl ver.di Wahlversprechen reichen nicht

 
Bei sozialen Dienstleistungen sieht es nicht besser aus: In anderen Industrieländern arbeiten deutlich mehr Beschäftigte in Bildungseinrichtungen, Pflegeheimen und Krankenhäusern als in Deutschland. Dieser Personalmangel gefährdet die Qualität der Dienstleistungen und die Gesundheit der Beschäftigten.

Manche Partei verspricht nun Besserung. Das ist löblich. Doch Wahlversprechen reichen nicht. Sie müssen auch finanziert und umgesetzt werden. Wer aber zugleich den Reichen die Steuern noch weiter senken möchte, schwächt die öffentlichen Einnahmen. Spätestens mit der nächsten Konjunkturdelle fehlt dann das nötige Geld. ver.di fordert deshalb: Öffentliche und soziale Dienstleistungen müssen dauerhaft gestärkt und ausreichend finanziert werden!