Landesbezirk Baden-Württemberg

1.000 Beschäftigte streiken beim Deutschen Roten Kreuz

1.000 Beschäftigte streiken beim Deutschen Roten Kreuz

Streik DRK ver.di Streik DRK

ver.di hat am 26. Juli die Beschäftigten des Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Vorfeld der fünften Runde der Tarifverhandlungen bundesweit zu Warnstreiks und Aktionen aufgerufen. 1.000 Beschäftigte folgten dem Aufruf. Zentraler Kundgebungsort war Stuttgart.

Die Verhandlungskommission von ver.di hatte in der vierten Verhandlungsrunde am 20. Juli gegenüber der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) deutlich gemacht, dass sie an der Forderung nach einer Entgelterhöhung um sechs Prozent festhält und auch weiterhin das Ziel verfolgt, die Lücke zur TVöD-Vergütung zu schließen. Die Arbeitgeber erklärten, noch Bedenkzeit zu brauchen.

Diese Tarifrunde steht unter dem Motto „Mehr Geld ist nicht genug“. ver.di strebt auch eine Verbesserung der Belastungssituation im Rettungsdienst an. Rettungsdienstbeschäftigte arbeiten inklusive der Arbeitsbereitschaft bis zu 48 Stunden in der Woche. ver.di fordert eine Reduzierung der höchstmöglichen Arbeitszeit auf 42 Stunden. Die Einsatzdichte ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Die Beschäftigten müssen vor Überlastung besser geschützt werden.

„Retter“ arbeiten zwar bis zu 48 Stunden pro Woche, bezahlt werden sie aber genauso, als würden sie nur 38,5 Stunden in der Woche arbeiten.

„Ärzte und Pflegekräfte erhalten für die verlängerte Arbeitszeit durch Bereitschaftsdienst eine zusätzliche Vergütung neben ihrem Monatsgehalt. Rettungsdienstbeschäftigte gehen hier immer noch leer aus, das muss sich ändern“, sagt Jürgen Lippl zu ständiger Gewerkschaftsekretär bei ver.di Baden-Württemberg. Deshalb soll auch die Arbeitszeit über 38,5 Stunden in der Woche vergütet werden. Außerdem möchte ver.di den Urlaubsanspruch der Kolleginnen und Kollegen auf 30 Tage erhöhen.

Da auch in der vierten Verhandlungsrunde keine Gesamteinigung mit der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes möglich war, hat ver.di die Beschäftigten beim Deutschen Roten Kreuz vor der anstehenden fünften Verhandlungsrunde bundesweit zu Warnstreiks aufrufen. Bei den Warnstreiks kommt es insbesondere im Krankentransport zu Einschränkungen kommen. ver.di sichert zu, dass es bei der Notfallrettung keine Einschränkungen gibt.

Die Beschäftigten haben ihren Forderungen bei einer zentralen Veranstaltung am Dienstag in Stuttgart vor dem Beginn der fünften Verhandlungsrunde Nachdruck verliehen.